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BUTTHOLE SURFERS ‘REMBRANDT PUSSYHORSE' LP (2024 Remaster)

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Category: LP

Die frühen bis mittleren 80er Jahre hatten ihren Anteil an wahnsinnigen Kombinationen – The Birthday Party, Black Flag und Minor Threat hatten die rohe Kraft, einem in Sekunden den Verstand zu schmelzen. SWANS, Einstürzende Neubauten und Big Black erzeugten so viel überwältigenden Klangdruck, dass ihre Sounds einen tatsächlich plattmachen könnten. Und Sonic Youth bot eine so schwindelerregend unberechenbare Mischung aus Kunst, Popkultur und Gewalt, dass man ihre Shows manchmal sabbernd verließ. Die Buttholes teilten Elemente mit all diesen Gruppen, fügten aber eine irre psychedelische Kante und eine Neigung zu bizarrem Spektakel hinzu.

40 Jahre später haben Butthole Surfers ihre erste Reihe von Wiederveröffentlichungen in Zusammenarbeit mit Matador Records angekündigt, die mit Sicherheit für Aufsehen bei vielen sorgen wird, die dachten, sie hätten die äußeren Bereiche der Indie-Rock-Szene der 80er gut im Griff.

'PCPPEP' war die erste Veröffentlichung mit der Kraft der klassischen Zwei-Schlagzeuger-Besetzung der Band (King Coffey und Teresa Taylor). Der synchronisierte perkussive Brutalismus dieses Duos (fälschlicherweise als Geschwister gerüchtet) bot die perfekte Basis für das entfesselte Gepräge der Gitarren und Vocals, die damals von Gibby Haynes und Paul Leary geteilt wurden. 'Psychic...Powerless... Another Man's Sac' war auch im Vergleich zu den vorherigen Alben wild fortgeschritten. Teile der LP hüllten ihre Punk-Kante in so viel Gegrunze und Geplapper, dass man sie kaum erkennen konnte, während andere Abschnitte sich zu einer mutierten Form von Garage-Blues ausdehnten und wieder andere einfach außer Kontrolle gerieten.

Diese Entwicklung setzte sich auf 'Rembrandt Pussyhorse' fort, das rockbasierte Formzerstörung mit experimentellen, bandverzerrenden Passagen vieler Spielarten mischte. In der Zwischenzeit wurden ihre Live-Shows zu legendären Beispielen für Exzess und Wahnsinn, und ihre Musik wurde immer lauter, seltsamer und wilder. Es war das genaue Gegenteil der Hardcore-Szene, aus der sie hervorgegangen war, die sich in immer stärker kodifizierte und stilistisch konservative Richtungen bewegte.