DEAD KENNEDYS: FRESH FRUIT FOR ROTTING VEGETABLES, DIE FRÜHEN JAHRE BUCH
Category: Buch
SEITEN: 224
ABMESSUNGEN: 6 x 9 Zoll
FORMAT: Softcover
AUTOR(EN): Alex Ogg
Dead Kennedys führen regelmäßig sowohl Kritiker- als auch Fan-Umfragen als größte Punkband ihrer Generation an. Ihr Debütalbum, Fresh Fruit for Rotting Vegetables, wird insbesondere regelmäßig zu den besten Alben des Genres gewählt. Fresh Fruit bot eine perfekte Mischung aus Humor und Polemik, montiert auf einem musikalischen Gerüst, das so reizbar und erfinderisch war wie Jello Biafras vernichtende Tiraden. Diese Texte, grausam in ihrer Präzision, waren offenbarend. Aber es hätte nicht funktioniert, wenn die zugrunde liegenden Klänge nicht ein so ausgelassener Rausch gewesen wären, das Paraffin zu Biafras nackter Flamme.
Der anhaltende Einfluss der Dead Kennedys ist eine außergewöhnliche Leistung für eine Band, die praktisch keinerlei Radioeinsätze hatte und nur Platten auf unabhängigen Labels veröffentlichte. Sie existierten nicht nur außerhalb des Mainstreams, sondern waren, wie V. Vale von Search and Destroy bemerkte, die erste Band ihrer Größenordnung, die sich gegen die Musikindustrie selbst wandte und sie angriff. Die DKs setzten so viel in Bewegung. Sie waren maßgeblich an der Formulierung eines alternativen Netzwerks beteiligt, das Bands auf der ersten Sprosse der Leiter ermöglichte, außerhalb ihres eigenen Hinterhofs zu touren. Sie unterstützten maßgeblich das Konzept von All-Ages-Shows und verschmähten die Avancen von Corporate-Rock-Promotern und Industrieschmeichlern. Sie legitimierten die Vorstellung einer amerikanischen Punkband, die international tourte und dabei den wahren Schrecken der Außenpolitik ihres Heimatlandes verbreitete, und fungierten auf ihren Reisen faktisch als Anti-Botschafter.
Das Buch verwendet Dutzende von Interviews aus erster Hand, Fotos und originale Kunstwerke, um eine neue Perspektive auf eine Gruppe zu bieten, die fast von Anfang an in Kontroversen verstrickt war. Es würdigt die Schlüsselrolle der Band bei der Transformation der Punk-Rhetorik, sowohl der polemischen als auch der musikalischen, in etwas wirklich Bedrohliches – und ungemein Komisches. Der Autor bietet Kontext sowohl in Bezug auf die globale als auch auf die lokale Entwicklung des Punk und versucht, ohne die stark abweichenden Ansichten einzelner Bandmitglieder über die Entwicklung der Band zu ignorieren, feierlich zu sein – wenn auch nicht unkritisch.









